Dies ist die archivierte Version des Blogs vom 05.01.2017. Aktuelle Beiträge findest du unter thomas-leister.de
 

Fedora 23: SSD Trim bei verschlüsselter Festplatte aktivieren

Für Arch Linux habe ich vor einiger Zeit in diesem Beitrag schon beschrieben, wie man die Trim-Funktion für SSDs bei aktivierter LUKS-Verschlüsselung aktiviert. Ich bin mir darüber im Klaren, dass das Trimmen die Verschlüsselung schwächen kann (und die Funktion wohl deshalb auch standardmäßig aktiviert ist) – aber mit Schreibraten unter 23 MB/s kann ich nicht leben, und doch muss Verschlüsselung auf dem Notebook einfach sein. Deshalb wird getrimmt.

In der Datei /etc/crypttab wird am Ende ein „allow-discards“ angehängt:

luks-2b7bf06d-8b48-4d14-b199-5f3b3ba5243b UUID=2b7bf06d-8b48-4d14-b199-5f3b3ba5243b none allow-discards

Wenn LUKS in Kombination mit LVM genutzt wird, muss in der LVM-Konfigurationsdatei /etc/lvm/lvm.conf zusätzlich „issue_discards“ auf „1“ gesetzt werden:

issue_discards = 1

Wer automatisches Trimmen aktivieren will, fügt zur /etc/fstab noch die „discard“ Option zu Root-Partition (und ggf. Home-Partition) hinzu:

/dev/mapper/fedora_thomas--nb-root / ext4 defaults,discard,x-systemd.device-timeout=0 1 1
UUID=851c18c3-daa9-456f-90bd-df3b21966ca2 /boot ext4 defaults 1 2
UUID=9A54-7F3C /boot/efi vfat umask=0077,shortname=winnt 0 2
/dev/mapper/fedora_thomas--nb-home /home ext4 defaults,discard,x-systemd.device-timeout=0 1 2
/dev/mapper/fedora_thomas--nb-swap swap swap defaults,x-systemd.device-timeout=0 0 0

Abschließend wird das initramfs mit der neuen Konfiguration neu generiert

sudo dracut --force

… und der Rechner neu gestartet. Zum manuellen Trimmen wird das Kommando

sudo fstrim -v /

ausgeführt. Die SSD sollte nun wieder deutlich schneller beschreibbar sein. Das Ergebnis bei mir: Von 23 MB/s auf 310 MB/s. Wenn sich das mal nicht gelohnt hat … ;-)


Arch Linux: Extrem niedrige Schreibraten auf verschlüsselte SSD

In den letzten Monaten ist mir aufgefallen, dass die Leistung meines Ultrabook mit der Zeit stark abnahm. Vorher war es kein Problem, 1 oder 2 virtuelle Maschinen nebenher laufen zu lassen – inzwischen war die Leistung aber so gering, dass es noch nicht einmal mehr möglich war, eine einzige VM laufen zu lassen und flüssig weiter zu arbeiten.

Natürlich habe ich die Systemauslastung beobachtet – mir ist aber nichts besonderes aufgefallen. Alle Werte lagen im mittleren Bereich mit Luft nach oben. Weder CPU noch RAM waren voll ausgelastet. Und trotzdem konnte man nicht mehr vernünftig arbeiten, wenn eine virtuelle Maschine in Hintergrund lief.

Weiterlesen ›